„Kaputt“ gewinnt auf dem Sundance Festival — Veröffentlichung auf New York Times

Happy news!

Beim US-amerikanischen Sundance Film Festival, wichtigstes Independent-Filmfestival, hat unser Animationsfilm „Kaputt“ in diesem Jahr den Preis für den besten animierten Kurzfilm gewonnen.

http://nofilmschool.com/2018/01/sundance-2017-short-film-award-winners

 

Exklusiv gibt es den Film online auf den Seiten der New York Times zu sehen.

 

„Kaputt“ gewinnt in Köln und in Wiesbaden!

Gewonnen!

Jury Award beim Short Film Festival Cologne 2016. Und beim Exground Filmfestival Wiesbaden den 2. Preis Deutscher Kurzfilmwettbewerb.

 

 

 

Deutscher Naturfilmpreis für zwei Kulturingenieure!

Wer hätte das gedacht. Die beiden Vorzimmer-Sekretäre Lahl und Mönch räumen beim Deutschen Naturfilmfestival den Hauptpreis ab. Mit ihrem Film „Eroberung der Weltmeere“ (Arte, 2016) haben sie zuvor auf dem Green Me Festival in Eckernförde den Preis „Bester Meeresfilm“ gewonnen. Chapeau!

The winner is again …

26. FILMKUNSTFEST Mecklenburg-Vorpommern
Hauptpreis im Kurzfilmwettbewerb für Kaputt

„Der Film nutzt in hervorragender Weise die Möglichkeiten des Animationsfilms, um sich seinem belastenden Thema zu nähern. In Verbindung von graphischen Visualisierungen und erzählten Erinnerungen gelingt es Nähe und Empathie aufzubauen und gleichzeitig die nötige Distanz zu waren. Die Filmemacher schaffen es, in überraschend kurzer Zeit, ein Stück Geschichte gegenwärtig werden zu lassen.“ – Begründung der Kurzfilmjury (Sung-Hyung Cho, Bernd-Günther Nahm, Karsten Wiesel)

Der Preis für den Besten Kurzfilm im Wettbewerb, gestiftet von der Landeshauptstadt Schwerin, dotiert mit 4.000 Euro.

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„BLICKWECHSEL“

Nach fast einem Jahr Arbeit: ganz frisch aus dem Hause Die Kulturingenieure ein Erklär- und Imagefilm für das Deutsche Kulturforum östliches Europa. Neben Kulturstaatsministerin Monika Grütters haben wir auch den tschechischen Autor Jaroslav Rudiš und Kulturreferentin Annemarie Franke vom Schlesischen Museum Görlitz für den Film getroffen und interviewt. Unser Dank gilt allen Mitwirkenden!

 

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The winner is …

Einer der bedeutendsten deutschen Animationsfilmpreise – Gewinner des 23. Internationalen Trickfilm-Festivals Stuttgart, ist Kaputt. Eine Produktion aus dem Hause Die Kulturingenieure.

Die Begründung der Jury: Der Gewinner des diesjährigen Grand Prix ist ein starkes Dokument über die Kraft und Grausamkeit der menschlichen Natur. Seine rohen und eindringlichen Bilder beleuchten einen Teil der Geschichte, den wir nicht vergessen sollten.

Der Grand Prix ist mit 15.000 Euro dotiert und wird vom Land Baden-Württemberg und der Stadt Stuttgart gestiftet.

Der Film wurde gefördert von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.

 

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„Kaputt“ auf Berlinale?

— Kulturingenieure größenwahnsinnig geworden —

Nach mehr als einem Jahr Schaffenszeit ist er da, der neue Animationsfilm der Kulturingenieure, der vor allem aber auch die Handschrift eines Künstlers trägt, dessen Fans wir im Laufe des Jahres 2015 geworden sind: Volker Schlecht.

Und weil wir so gut finden, was Volker da geleistet hat, haben wir uns Mut gemacht und den Film auf der Berlinale eingereicht. Ja, es ist größenwahnsinnig. Ja, die Chancen sind gering. Aber wir versuchen es trotzdem.

Daumendrücken ist also angesagt.

Ach so, und hier geht’s natürlich zum Trailer >>

Das Brandenbuch. Ein Land in Stichworten

Im Brandenbuch wird die Geschichte des Landes und die Identität seiner Bewohner in über 65 Texten von 45 Autoren häufig mit Augenzwinkern, aber immer mit Kenntnis und Liebe zum Land erzählt. Fast drei Jahre der intensiven Planung und Vorbereitung gingen diesem Projekt voraus, das mit unseren Partnern der Staatskanzlei des Landes Brandenburg und der Brandenburgischen Landeszentrale für politische Bildung entstand. Die Kulturingenieure zeichnen für Idee und Konzept verantwortlich.

Das Brandenbuch erscheint am 03.12.15 und wird über die Publikationsliste der Brandenburgischen Landeszentrale für politische Bildung zu beziehen sein.

Presse-Info >>

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Schon bald in Hennigsdorf und der Welt!

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Das Kinderbuch zur Stadt Hennigsdorf bei Berlin – „Henrik Hennig und der Schnauzbart des Riesen Pankratz“ aus dem Hause Kulturingenieure in Zusammenarbeit mit den Superpixeln in Leipzig.

„Als Henni hört, dass dem Riesen Pankratz der goldene Schnurrbart gestohlen wurde, verspricht er, die Diebe zur Strecke zu bringen. Doch er ahnt nicht, mit wem er es hier zu tun hat. Die Spur führt zum größten Übelzahn der Weltmeere, zu Kapitän Mermoth und der Faulzahnbande!“

Wir halten euch auf dem Laufenden!

Kochrezept für Diebe zum Heiligen Abend!

Hoppelpoppel: Das Weihnachtsessen für Diebe

Für dieses Festmahl muss alles geklaut sein. Sonst schmeckts nach Arme-Leute-Essen. Geklaut schmeckt alles besser, teurer, wertvoller. Und vor allem: genialer!

In der Weihnachtszeit gibts viele Weihnachtsfeiern. In den Betrieben, in der Familie, in den Gesellschaften des bürgerlichen Rechts, auf der Kegelbahn, beim Anwalt, im Verlag, auf dem Weihnachtsmarkt – überall wird gefeiert. Und feiern heißt meistens futtern. Als Koch und Dieb sollte man möglichst viele dieser Veranstaltungen nutzen, um sich die nötigen Zutaten zu besorgen. Tipp: Auch ruhig mal uneingeladen erscheinen, die Zutat einstecken und wieder verschwinden.

Bis alles beisammen ist, muss mindestens die halbe Adventszeit eingeplant werden. Gut tut der Dieb daran, schon vor dem Dezember mit dem Einklauen anzufangen. Sonst wirds mit HOPPELPOPPEL am 24. Dezember nichts.

Am einfachsten ist der Rotwein: Einfach bei der erstbesten Weihnachtsfeier die Reste aus den Gläsern zusammenkippen, insgesamt 50 ml. Die 2 Esslöffel Whiskey sind schon schwieriger, am besten direkt vom Chef (Pulle liegt im Schreibtisch. Oder direkt aus dem Glas.) Die Spreewälder Gurken, die Senfgurken und die Gurkengurken vom Weihnachtsbuffet klauen.

Dann auch mal in ein Weihnachtsmannkostüm schlüpfen (großer Mantel) und ab ins Altenheim. Dort Liedchen vor den Alten trällern, die freuen sich immer, und Kartoffeln aus der Küche klauen (festkochend! Ein Kilogramm). Die merken das sowieso nicht. Außerdem: Butterschmalz, eine Zwiebel und Kümmel! Dasselbe Theater nochmal in einem x-beliebigen Hotel veranstalten. Straßenbahn aussteigen, rein ins Hotel, Hohoho, zum Frühstücksbüffet, Butter einstecken (40 g, kalt) und raus. Tipp: Butter gleich in Kühlschrank, die muss kalt sein.

Die Gewürze entweder einfach bei Freunden direkt einstecken: Salz, Pfeffer, Majoran – oder in der Betriebsküche, wenn oben die Angestellten Weihnachten feiern.

Bei der Tante, wenn der Kuchen serviert wird, unbedingt daran denken: Du brauchst für den Hoppelpoppel Sahne, und zwar ordentlich! Ein Tipp: Wenn der Kuchen serviert wird, den Teller mit dem Kuchenstück auf den Schoß (unterhalb der Tischkante) stellen. Zwischen die eigenen Füße ein Stück Silberfolie (DIN A3) legen. Dann „Darf ich bidde mal die Sahne haben?“ und mit dem großen Sahnelöffel die Sahne am Teller vorbei einfach auf die Silberfolie fallen lassen. Um nicht aufzufliegen, auch auf das Stück Kuchen eine kleine Haube zu setzen!

Und dann das Wichtigste. Am letzten Sonnabend vor dem 24. Dezember bei dem Hool gegenüber, wenn der Mittagschlaf macht, die Bratenreste aus der Wohnung klauen, 200g.

Jetzt fehlt nur noch die Muskatnuss. Erstmal im Rathaus gucken, beim Bürgermeister. Manchmal steckt eine im Weihnachtskranz, als Schmuck. Wenn nicht, am besten durch Ladendiebstahl besorgen. Die wenigsten haben das bei sich zuhause.

Wenn zum Mittag am 24. Dezember alles beisammen ist, die Kartoffeln waschen, schälen und in sehr sehr dünne Scheiben schneiden und mit der geklauten Zwiebel bei schwacher Hitze in Butterschmalz anbraten und anschließend in eine geeignete Schüssel geben. Die Sahne aus der Silberfolie rausholen und mit den Eiern vermischen. Eiern? Oh Gott, du hast die Eier vergessen! Nochmal rüber zum Hool, der hatte ja welche. Die Bratenreste in Scheiben schneiden und mit den Gewürzen würzen. Dann alles zusammenpampen. Anschließend alles in butterschmalzheiße Pfanne geben und anbraten. Sobald Qualm aufsteigt das Ganze eierkuchenmäßig wenden und auf der anderen Seite goldbraun anbraten. Gesondert die Sauce einkochen. Den Whiskey, den Rotwein und den Rinderfond erhitzen. Oh Gott, der die das Rinderfond! Auch vergessen. Der Hool hat so was garantiert nicht. Mutter anrufen. Hallo Mutter usw., Rinderfond abholen, nicht geklaut, egal, jetzt Hauptsache Hoppelpoppel am 24. Dezember! Rinderfond dazugeben und mit Pfeffer, Salz und Zitronensaft abschmecken.

Und dann bei Kerzen und Weihnachtoratorium nur noch genießen. Die Weihnachtszeit verdichtet sich zwischen den Zähnen und es entsteht das erwärmende und überaus kindliche Gefühl, zu den Menschen zu gehören, die von der Weihnachtszeit wirklich profitieren.

„Treibsand“ erschienen!

Die neue Graphic Novel ist jetzt im Buchhandel erhältlich!

Unsere beiden Autoren Alexander Lahl und Max Mönch haben zusammen mit Kitty Kahane die Scherben aus dem Leben des Tom Sandman zusammengekehrt und daraus ein Buch gemacht. Es geht um Zahnschmerzen, Alpträume und nicht zuletzt um den Fall der Berliner Mauer. Wen das interessiert, der kann das Buch kaufen.

http://www.metrolit.de/programm/graphic-novel/treibsand

Oder im Buchladen

Hier zum Nachhören ein Interview im Deutschlandfunk vom 9. Oktober:

 

Die Kulturingenieure

Die Geschichte der Kulturingenieure Die Geschichte der Kulturingeniere

Die Geschichte der Kulturingenieure beginnt mit einem Aufruhr. Gar nicht soweit von der Realität entfernt, kamen sich mehrere Fuchsfamilien dabei ins Gehege, sich noch vor Einbruch des Winters eine Unterkunft – den sogenannten Fuchsbau – anzulegen. Weil es im Wald ein großes Gedränge der Arten gab, hatte insbesondere der Bau von Fuchsunterkünften ordnungsgemäß zu erfolgen. „Ein zu groß geratener Fuchsbau kann zum Beispiel das Aus für den Wolf bedeuten!“, erklärte der örtliche Förster dem fremden Wanderer, der sich für jedes auch noch so unwichtige Detail im Wald interessierte. „Von einer ordnungsgemäßen Anlage kann nicht die Rede sein“, erklärte er weiter und stieß einen furchtbaren Schrei aus. Daraufhin kam unter dichtem Hügelbewuchs eine 80köpfige Fuchsfamilie zum Vorschein, die der Förster mit „Darf ich vorstellen: die Waldmiliz“ vorstellte und schließlich darum bat, die Täter gründlich zu behandeln. Es kam zu einem Gemetzel, das nur wenige überlebten und das für großen Unmut im Wald sorgte. Als der Förster sah, dass der fremde Wanderer weinte, begriff er, dass die Einrichtung der Miliz ein großer Fehler war. „Wie ist dein Name, Fremder?“, wollte er wissen. Und nachdem der Fremde ihm geantwortet hatte, dass sein Name Tim K sei, begannen die Augen des Försters ebenfalls zu glänzen. „Ich bin wahrscheinlich Kulturingenieur“, fügte der ehemals Fremde hinzu und bedeutete dem Förster, den Wald zu verlassen.

Sieben Jahre vergingen. Der ehemals Fremde machte seine Arbeit gut, bis er an seine Grenzen kam. Ein Streit war im Wald ausgebrochen, dessen Ausmaße so gewaltig waren, dass er allein ihn nicht mehr schlichten konnte. Er rief Alexander L an und bat ihn, seine Sachen zu packen. Seine Flugmaschine würde am nächsten Morgen gehen. Er solle ihm helfen, den furchtbaren Streit zu beenden. Die  Huftiere, Bären und Wölfe waren mit der Kommunistischen Partei aneinander geraten. Die Tiere hatten sich geweigert, den Forderungen der Partei nachzugeben, nach der die Tiere im Zuge der neuen Friedenspolitik ihre Feindbilder ändern sollten. Nicht mehr die Nord-Süd-Terminologie solle Grundlage allen Zorns und Zwistes sein, sondern der angeblich viel tiefere Graben zwischen Ost und West. Die Partei hatte die Tiere dazu aufgefordert, die Grenzen ihrer Reviere neu zu ziehen. Die Grundstücke sollten sich fortan nicht mehr in Nord-Süd-Grundstücke voneinander abgrenzen, sondern in Ost- und West-Grundstücke. Das Problem für die Tiere bestand darin, dass sie so gezwungen waren, ihre Reviere um 90 Grad zu drehen.  Die Kommunistische Partei argumentierte, dass sie in Ost-West-Dingen mehr Erfahrung hätte und ihnen dafür noch reichlich Material zur Verfügung stünde. Die Tiere hielten das für Blödsinn und baten Tim K, die Partei zur Vernunft zu bringen. Die Verhandlungen verliefen zäh und waren sehr aufwendig. Denn nicht nur Tim K und Alexander L wurden dazu eingeflogen. Weiteres Fachpersonal hatte den Auftrag erhalten, sich als Zeugen zur Verfügung zu stellen. Steve F und Max M interpretierten ihre Aufgabe sehr gründlich, die Verhandlung konnte also Jahre dauern. Nachdem die Langeweile für die Streithähne unerträglich wurde, verschwanden zuerst die Tiere und dann die Kommunisten aus dem Wald. Übrig blieben die vier Männer, die in den Geschichtsbüchern der Streitenden über Generationen „Die Kulturingenieure“ genannt wurden.

Da die Kulturingenieure die einzigen waren, die diesen Konflikt wirklich verstanden, waren sie auch die einzigen, die darüber Auskunft geben konnten. Der Streit war derart komplex, dass es nach dem Verschwinden der Tiere und der Kommunisten vor allem darum ging, die Geschichtsschreiber mit einfachen Darstellungen zu versorgen. Sie entwickelten darin wahre Meisterschaft und wurden zu Symbolfiguren einer der wichtigsten Kulturtechniken unserer Zeit: der Komplexitätsreduktion.

Als niemand mehr etwas von dem Konflikt zwischen den Tieren und den Kommunisten wissen wollte und diese Geschichte schließlich auf dem Müllhaufen der Geschichte gelandet war, blieben von der Geschichte, den Kulturingenieuren und der Komplexitätsreduktion logischerweise nur noch die Kulturingenieure und die Komplexitätsreduktion übrig. Die beiden Begriffe verbanden sich zu einem Grundfest, auf dem sie ein Unternehmen gründeten: Die Kulturingenieure.